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Cellulitis oder Orangenhaut ist ein typisch weibliches Problem. Sie zeigt sich hauptsächlich im Po- und Oberschenkelbereich und entsteht durch eine Vermehrung des Unterhaut-Fettgewebes sowie einen leichten Lymphstau.

Häufig findet sie sich bei Bindegewebsschwäche, fettreicher Ernährung, übergewicht, mangelnder Bewegung, bei einigen Stoffwechselstörungen oder Hormoneinfluss (z. B. Pille oder Schwangerschaft).  

Typisch für die Orangenhaut ist eine unebene, an die Schale einer Orange erinnernde Hautoberfläche. Manchmal ist diese Struktur nur durch Zusammenschieben der Haut sichtbar. Man sollte wissen, dass Cellulitis keine Krankheit, sondern eher ein kosmetisches Problem ist. Nichtsdestotrotz wird sie von den allermeisten Frauen als sehr störend empfunden. Doch man kann einiges dagegen tun: mit regelmäßiger Bewegung, richtiger Ernährung und Massagen können Sie das Erscheinungsbild wesentlich verbessern.

Richtige Ernährung für straffes Bindegewebe

Sehr wichtig ist eine ausgewogene, aber vor allem fettarme Ernährung. Sie sollte ballaststoffreich sein und viele Vitamine und Spurenelemente enthalten. So kann man für eine gut funktionierende Darmtätigkeit sorgen und den Stoffwechsel ankurbeln. übergewichtige Frauen sollten eine Gewichtsreduktion durch eine bewusste Ernährungsumstellung angehen. Radikaldiäten haben häufig den berühmten Jojo-Effekt, das heißt nach Ende der Diät nimmt man sehr schnell wieder Gewicht zu, manchmal mehr als vor der Diät.

Zu einer ausgewogenen Ernährung eignen sich besonders vollwertiges Getreide, fettarme Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Käse, rohes oder kurz gekochtes Gemüse, frisches Obst und mageres Fleisch oder Fisch.
Vermeiden Sie Nahrungsmittel, die große Mengen an so genannten "Einfachzuckern" enthalten, wie Süßigkeiten oder Weißbrot, und fettreiche Produkte wie Schokolade, Chips, Kuchen und Torten, fette Wurst und Fleisch und tierische Fette. Zuckerhaltige Getränke und Alkohol sollten Sie ebenfalls nur gelegentlich zu sich nehmen.

Sport

Sport und regelmäßige Bewegung kurbeln den Kreislauf an, verbrennen Kalorien und fördern die Durchblutung des Gewebes. Die im Fettgewebe abgelagerten Schlackenstoffe und Flüssigkeit können so leichter abtransportiert werden. Zur Cellulitis-Bekämpfung eigenen sich vor allem Ausdauersportarten, welche die Bein- und Pomuskulatur beanspruchen wie Joggen oder Walken, Schwimmen oder Radfahren. Aber auch regelmäßige Gymnastik kann sehr effektiv sein. Denken Sie daran: es ist sinnvoller, sich regelmäßig zu bewegen - auch wenn es nur ein flotter Spaziergang ist - als sich einmal die Woche völlig zu verausgaben. Vielleicht haben Sie ja eine Freundin, die gerne mit Ihnen zusammen Sport treiben möchte. Zu zweit macht es noch mehr Spaß und man kann sich über die kleinen und großen Erfolge austauschen.

Wechselduschen und Massagen

Auch wenn Sie sich erst daran gewöhnen müssen: morgendliche Wechselduschen trainieren die Gefäße, kurbeln den Kreislauf an und sorgen dafür, dass Gewebeflüssigkeit besser abfließen kann. Fangen Sie am besten mit dem rechten Fuß an, führen den Wasserstrahl langsam nach oben über die Brust und dann wieder nach unten zum linken Fuß. Wenn Sie es nicht bis ganz oben schaffen, dann bearbeiten Sie nur Beine und Gesäß.
Zusätzlich tragen Massagen der entsprechenden Bereiche dazu bei, das Gewebe zu festigen. Sie können dazu eine Bürste oder einen Massagehandschuh verwenden. Das alleinige Auftragen von Cellulite-Creme bringt hingegen wenig. Neu auf dem Markt sind Massagegeräte mit Roll- und Saugwirkung, die eine größere Effektivität versprechen. Sie sind auch zur Eigenanwendung geeignet. Bei Lymphstau helfen auch professionelle Lymphdrainagen.

Operative Fettabsaugung

In ganz hartnäckigen Fällen, die es leider gelegentlich gibt, hilft nur die operative Fettabsaugung. Sie ist allerdings nicht ohne Risiko durchführbar, denn sie geschieht meist in Vollnarkose und hängt entscheidend vom Können des Operateurs und der sorgfältigen Nachbehandlung ab. Ein Restrisiko unschöner Dellen und Narben bleibt immer. Wenn Sie sich zu einem solchen Schritt entscheiden, lassen Sie sich gut beraten und gehen Sie zu einem Spezialisten auf diesem Gebiet. Infos gibt's bei dem Wegweiser für plastische Chirurgie (www.plastische-kliniken.de/dokumente/deut_fr.htm) oder bei der Vereinigung deutscher plastischer Chirurgen (www.aesthetische-chirurgie.de/index2.html)