Blue Flower

Nicht ganz so prominent wie Cholesterin, aber deshalb nicht weniger gefährlich ist der Eiweißbaustein "Homocystein". Es entsteht als Nebenprodukt beim Abbau eines anderer Eiweißkörpers (Aminosäure), dem Methionin. Methionin ist in zahlreichen Lebensmitteln enthalten. Große Mengen kommen vor allem in Fleisch und Wurst vor. Nach einer solchen Mahlzeit steigen Methionin- und Homocysteinspiegel stark an.

  
Manche Wissenschaftler halten einen erhöhten Homocysteinspiegel für noch gefäß-gefährlicher, als einen zu hohen Cholesterinspiegel. Homocystein verursacht Schäden an den Gefäßinnenwänden, aktiviert die Bildung von Blutgerinnseln und kann dadurch Herzinfarkt, Schlaganfall, vorzeitige Gehirnalterung und Thrombosen begünstigen.

Neben einer zu eiweißreichen Ernährung mit zu viel Fleisch und Wurst, führt auch ein Mangel an bestimmten Vitaminen, vor allem Vitamin B6, B12 und Folsäure zu einem Anstieg des "Gefäßkillers" Homocystein. Warnzeichen, die auf einen zu hohen Spiegel hindeuten, gibt es nicht, doch ab einem Homocysteinspiegel von 10 µmol pro Liter ist Vorsicht geboten.

Deshalb ist es um so wichtiger, einmal im Jahr den Homocysteinspiegel vom Arzt kontrollieren zu lassen. Ist er zu hoch, lässt sich der Homocysteinspiegel durch eine besonders Vitamin B reiche Ernährung bzw. durch die Einnahme von Vitamin B- bzw. Folsäure-Präparaten erstaunlich schnell wieder in den unbedenklichen Bereich absenken. Bei Gefäßerkrankungen kann die Bestimmung des Homocysteinspiegels von den Kassen übernommen werden.