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Übergewicht ist nicht gleich Übergewicht - ob die Pölsterchen gefährlich werden können oder eher ein kosmetisches Problem darstellen, hängt schon allein von der Fettverteilung ab. Je nachdem, an welchen Stellen das Fett am Körper platziert ist, kann man unterscheiden zwischen der so genannten "Apfelform", bei der sich die Pölsterchen vor allem am Bauch ablagern und der "Birnenform" bei der das Fettgewebe überwiegend an den Hüften, am Po und den Oberschenkeln stärker ausgebildet ist.

In der Regel neigen Männer eher zur Apfelform, dem typischen "Bierbauch" oder "Rettungsringen", bei Frauen ist der "Birnentypus" häufiger. Offensichtlich ist der Männerbauch für die Gesundheit viel riskanter, als die typische weibliche Fettverteilung. Je weiter oben am Körper sich das Fett ansammelt, desto größer scheint das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankung, Zuckerkrankheit oder Bluthochdruck zu sein.

Bei übergewichtigen "Apfelmenschen" wurden bei gleicher Körpermasse höhere Blutzucker- und Blutfettwerte gemessen als bei "Birnenmenschen". Die Fettzellen am Bauch geben ihren Inhalt nämlich ständig in die Blutbahn ab. Das Blutfett wird im Blutstrom in Form von Cholesterin transportiert - dadurch steigt der Cholesterinspiegel an, das Risiko für Gefäßverkalkungen nimmt zu. Die Fettdepots um die Hüften und an den Beinen sind hingegen für die Gesundheit weniger kritisch, da hier das Fett für "schlechte Zeiten" gespeichert wird und die Fettzellen nicht ständig Nachschub in die Blutbahn liefern.

Meist reicht ein kritischer Blick in den Spiegel, um festzustellen, zu welcher Obstsorte man selber gehört. Wer sich unsicher ist, kann die WHR (Waist/Hip Ratio) - den Quotienten aus Taillen- und Hüftumfang - heranziehen. Beträgt dieser Wert bei Männern nicht mehr als 1 und liegt er bei Frauen nicht über 0,8, besteht keine akute Gefahr für die Gesundheit.