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Menschen, die eine soziale Rolle außerhalb der traditionellen Norm einnehmen, leiden häufiger an Herzkrankheiten und sterben früher. Dies war ein eher zufälliges Ergebnis einer amerikanischen Studie (Framingham Offspring Study), die eigentlich untersuchen sollte, ob Stress am Arbeitsplatz das Gesundheitsrisiko erhöht.

Dabei wurden Daten von 1769 Männern und 1913 Frauen ausgewertet, die über zehn Jahre beobachtet wurden. Die Studie untersuchte neben dem Gesundheitszustand Einkommen, Bildung, Anzahl der Kinder, Familienstand, Beruf, Jobwechsel, Beförderungen, Heimarbeit, häusliche Belastung und Gehaltsvorstellungen. Demnach haben Männer, die die meiste Zeit als Hausmann tätig waren, gegenüber ihren außer Haus arbeitenden Kollegen eine um 82 Prozent erhöhte Sterblichkeitsrate. Je geringer das Einkommen bzw. die Ausbildung des Mannes war, umso größer war auch das Risiko einer Herzerkrankung oder früher zu sterben.

Bei den Frauen verhielt es sich umgekehrt: anspruchsvolle Berufe in Führungspositionen verdreifachten das Risiko einer Herzerkrankung im Vergleich zu weniger herausfordernden Jobs. Dabei war das Gesundheitsrisiko unabhängig von Haushaltspflichten, der Anzahl der Kinder, Angst, Anspannung, Depression oder Ärger.

Da bleibt nur zu hoffen, dass sich die offensichtlich „nebenwirkungsreichen“ traditionellen Rollenbilder im Laufe der Zeit auflösen!