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Der diffuse Haarausfall kann Männer wie Frauen gleich häufig treffen. Typisch ist ein relativ rascher Beginn ohne besondere Lokalisation. Geheimratsecken oder kreisrunde haarlose Stellen treten nicht auf. Das Haar wird am gesamten Kopf zunehmend dünner. Die Zahl der täglich ausgehenden Haare beträgt oft mehr als 100.

  

Vieles kann den Haaren gefährlich werden

Zahlreiche Ursachen können dazu führen, dass die Haarfollikel von der Wachstums- in die Ruhephase übergehen und nach einigen Wochen ausfallen.

Hohes Fieber (39 Grad Celsius und mehr), grippale Infekte oder chronische Entzündungen gehen dem Haarausfall meist einige Monate voraus. Wer den Ursachen auf die Spur kommen möchte, muss deshalb immer etwas zurückdenken!

Ständige Fehlernährung, strenge vegetarische Ernährung sowie Eiweiß- und Spurenelementmangel führen langfristig zu einer Unterversorgung der Haarwurzeln mit wichtigen Nährstoffen. Besonders "haargefährlich" sind Eisen- und Zinkmangel.

Andererseits können aber auch Vitaminüberdosierungen, vor allem zuviel Vitamin A die Haare ausdünnen.

Medikamente gegen hohe Blutfettspiegel, Betablocker und einige blutverdünnende Mittel tun der Haarpracht ebenfalls nicht gut.

Hormonelle Ursachen wie Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion können zu einer diffusen Ausdünnung der Haare führen.

Zahlreiche Betroffene berichten, dass belastende Stresssituationen zum Haarausfall geführt haben. Möglicherweise bestehen auch hier Zusammenhänge. über welche Mechanismen aber Stress den Haaren schadet, ist noch nicht genau bekannt.

Charakteristischerweise setzt der Haarausfall etwa zwei bis drei Monate nach dem auslösenden Ereignis (z.B. Fieber) ein. Selbstlimitierende Ereignisse wie hohes Fieber oder Infekte führen meist nur zu einem zeitlich begrenzten Haarverlust. Nach etwa drei Monaten ist der Spuk vorbei, die Haare wachsen allmählich wieder nach. Konnten bestimmte Medikamente als Auslöser identifiziert werden, sollten diese nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden. In vielen Fällen kann aber das Mittel gegen ein anderes Präparat ausgetauscht werden. Sind Ernährungsfehler schuld am dünnen Haar, dauert es oft etwas länger, bis die Haare wieder sprießen, denn die körpereigenen Eiweiß-, Eisen- oder Zinkspeicher müssen erst wieder aufgefüllt werden. Unterstützend können Mineralstoff- und Spurenelementpräparate eingesetzt werden.

Ursachenforschung

Bevor eine Therapie eingeleitet wird, müssen die auslösenden Ursachen abgeklärt werden. Dazu gehört eine Untersuchung der Schilddrüsenfunktion, Bestimmung des Eisenspiegels sowie die Durchführung eines sogenannten Trichogramms, einer Untersuchung der Haarwurzeln. Wenn die Ursache gefunden ist und beseitigt werden kann, ist eine Therapie in der Regel nicht nötig. Unterstützend kann z.B. die Einnahme von Biotintabletten (5 mg/Tag) oder Zinkpräparaten den Haarausfall etwas schneller zum Stillstand bringen und das Haarwachstum beschleunigen. Ein Kombinationspräparat aus B-Vitaminen und Aminosäuren (z.B. Pantovigar®) führte in einigen Untersuchungen zu einer deutlichen Verbesserung des Haarstatus (Zunahme der Haare in der Wachstumsphase, Abnahme der Haare in der Ausfallphase) sowie zu einer Verbesserung der Haarstruktur.

Gesunde Ernährung schmeckt auch Ihren Haaren

Bei manchen Diäten verlieren Sie nicht nur Pfunden, sondern auch Kopfhaare. Die Haarwurzeln reagieren nämlich besonders empfindlich auf falsche oder einseitige Ernährung. Eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall ist, neben den hormonellen Gründen, Eisen- und Zinkmangel. Bei Diäten mit weniger als 1000 kcal. täglich ist die Versorgung mit allen lebenswichtigen und haarfreundlichen Vitalstoffen nicht mehr gesichert. Die unterernährten Haare gehen aber meist noch nicht in den ersten Wochen, sondern 2 bis 4 Monate später aus. Vitalstoffpräparate können bei einseitigen Diäten einen Mangel verhindern und die Haare retten.

Doch auch das Gegenteil, die Überernährung, tut der Behaarung nicht gut. Unter fettem Essen und einem hohen Cholesterinspiegel leiden nicht nur die Herzkranzgefäße. Auch die feinen Adern, die die Haarwurzeln versorgen, verkalken schneller und die Haarwurzeln werden nicht mehr optimal durchblutet. Kahlköpfige Männer erleiden - aktuellen Untersuchungen zu Folge - dreimal so häufig einen Herzinfarkt, wie Männer mit vollem Haar. Verhärtete Blutgefäße produzieren zudem weniger Nitrat. Dieser natürliche Stoff, der in gesunden Adern vorkommt, erweitert die Blutgefäße, verhindert Blutgerinnsel und scheint auch dem Haarwachstum dienlich zu sein.
Tipp: Die haarfreundliche Ernährung ist fettarm und ausgewogen. Essen Sie mindestens zweimal wöchentlich Fisch und Meeresfrüchte, denn darin ist viel Zink und Eisen enthalten. Zusätzlich sind, vor allem bei einseitiger Ernährung, Vitamin- und Spurenelementpräparate sinnvoll. Vitamin H (Biotin) fördert gesundes Haarwachstum. Eine effektive Wirkstoffkombination aus B-Vitaminen, Medizinalhefe, Keratin und der Aminosäure Cystin ist z. B. in Pantovigar® enthalten. Es unterstützt das Haarwachstum zusätzlich, wenn eine gesunde Ernährung alleine nicht ausreicht. Pantovigar® kann als Kur über einen Zeitraum von 3-6 Monaten eingenommen werden.

Schilddrüsenprobleme steigen zu Kopf

Die Schilddrüse steuert zahlreiche Stoffwechselvorgänge, beeinflusst die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und auch das Haarwachstum. Sowohl bei einer Unter- als auch bei einer überfunktion kann es zum Haarausfall kommen. Liegt eine Unterfunktion vor, beginnt der Haarausfall in der Regel langsam und wird anfangs oft gar nicht bemerkt. Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit und Müdigkeit sind weitere Anzeichen für eine Schilddrüsenunterfunktion. Aber auch wenn die Schilddrüse zu viele Hormone produziert, wird das Haar allmählich dünner. Vermehrtes Schwitzen, Gewichtsverlust und Nervosität deuten auf eine Schilddrüsenüberfunktion hin.
Tipp: Durch eine Blutentnahme (T3, T4, TSH) lässt sich die Hormonproduktion der Schilddrüse überprüfen. Eine Ultraschalluntersuchung oder eine Szintigraphie (dabei wird ein Kontrastmittel in die Venen gespritzt) geben Hinweise auf herdförmige Unter- oder überfunktionen der Drüse. Medikamente können fehlende Hormone ersetzen oder eine überaktive Schilddrüse bremsen und so meistens den Haarausfall stoppen.

Viel Stress - wenig Haar

Wer mit Arbeit dicht zugepackt ist, bekommt dadurch zu allem übel auch noch dünnes Haar. Chronischer Stress, Prüfungen oder andere psychisch belastende Situationen können Haare kosten - das haben viele schon am eigenen Kopf schmerzlich erfahren müssen. Vermehrter Haarverlust sollte aber nicht leichtfertig auf geringe Belastungen zurückgeführt werden, denen die meisten Menschen ausgesetzt sind. Ein diffuser Haarausfall etwa 3 - 4 Monate nach einer schweren Belastungssituation kann dagegen als stressbedingt angesehen werden. über welche Mechanismen Stress nun genau zu Haarausfall führt, ist noch weitgehend unklar. Vor allem unter ausgeprägten Stresssituationen, bei denen es durch eine unrealistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten zu einer permanenten überlastung kommt, können vermehrt Haare ausgehen. Möglicherweise ist ein stressbedingt erhöhter Kortisonspiegel für den Haarverlust verantwortlich. Streßbedingter Haarausfall ist allerdings meist nur vorübergehender Art. Ist der Stress vorbei, wachsen die Haare wieder.

Tipp: Vermeiden sie Stress, lernen Sie Entspannungsübungen. Dadurch kann der Haarverlust durchaus verzögert werden. Das Wachstum neuer Haare kann aber weder allein durch autogenes Training, noch durch Yoga angekurbelt werden. Ein Haarwuchsmittel kann hier unterstützend vorübergehend durchaus sinnvoll sein.  

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