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Wirkungsvolle Medikamente haben häufig auch Nebenwirkungen. Eine ganze Reihe von Arzneistoffen können als Nebeneffekt Haarausfall verursachen. Diese unerwünschte Wirkung der Arzneimittel muss im Beipackzettel aufgeführt werden.

Nicht immer wird allerdings das Wort "Haarausfall" verwendet, sondern die medizinischen Fachbegriffe "Effluvium" oder "Alopezie". 

In den meisten Fällen wachsen die Haare rasch wieder nach, wenn das Medikament abgesetzt oder durch ein anderes ersetzt wurde. Das sollte aber nie ohne Rücksprache mit dem Arzt geschehen! Bei lebenswichtigen Arzneimitteln, für die es keinen gleichwertigen Ersatz gibt, muss Haarausfall notfalls in Kauf genommen werden.

Folgende Medikamente können - müssen aber nicht - Haarausfall verursachen:
  • Medikamente gegen Gicht (z.B. Allopurinol),
  • Vitamine Vitamin A, Retinol (zum Beispiel auch Tabletten zum "Vorbräunen")
  • Blutverdünnende Mittel (Heparin, Cumarin)
  • Medikamente gegen Krampfanfälle (z.B. Carbamazepin)
  • Schilddrüsenmittel (Thiamazol)
  • Hormone (Danazol, Testosteron)
  • Magensäureblocker (z.B. Cimetidin)
  • Medikamente gegen hohe Blutfettwerte (z.B. Bezafibrat, Clofibrat)
  • Medikamente gegen Bluthochdruck (z.B. Beta-Blocker, ACE-Hemmer)
  • Medikamente, die das Zellwachstum hemmen (Zytostatika)


Tipp: Sollten Sie eines oder mehrere dieser Medikamente einnehmen oder Haarausfall als Nebenwirkung auf dem Beipackzettel entdecken, dürfen Sie die Arzneimittel auf gar keinen Fall eigenmächtig absetzen, selbst wenn Sie den Verdacht haben, das sie in Zusammenhang mit dem Haarverlust könnten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Alternativen.