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Die Qual der Wahl haben Verbraucher, die sich mit Kosmetika etwas Gutes tun möchten: Was hilft wirklich? Und was ist nur teuer, aber wenig wirksam oder sogar schädlich? Da Kosmetikprodukte nicht unter die strengen Kontrollen des Arzneimittelgesetzes fallen, ist hier zunehmend das Wissen und die Beratung durch den Hautarzt gefragt.

Bei ernsthaften Erkrankungen der Haut ist die fachkundige Behandlung durch den Hautarzt günstiger als die durch andere Therapeuten.

Die Grenze zwischen Arzneimitteln und Kosmetika verschwimmt immer mehr. Zum einen gibt es Arzneimittel, die einen kosmetischen Zweck verfolgen. Zum anderen haben kosmetische Produkte oft bereits eine arzneimittelähnliche Wirkung. Neu sind die sogenannten „Cosmeceuticals“, eine Zusammensetzung aus „Cosmetics“ (Kosmetik) und „Pharmaceuticals“ (Arzneimittel). Diese Produkte zählen zwar zu den Kosmetika, aber sie wirken teilweise wie Arzneimittel, beispielsweise bei hochkonzentrierten Fruchtsäurecremes. Da aber Kosmetika nicht den Kontrollen des Arzneimittelgesetzes unterliegen, ist deren Wirksamkeit nicht belegt. Auch können ernsthafte Hautreaktionen, beispielsweise verursacht durch Konservierungsstoffe, nicht ausgeschlossen werden.

Hautärzte als Verbraucherschützer

In diesem Spannungsfeld zwischen Medizin und Pflege sehen sich Hautärzte zunehmend als Anwälte der Verbraucherinteressen: „Nicht nur Hautkranke, sondern auch immer mehr Hautgesunde fragen nach einer seriösen Beratung. Die Heilversprechen der unzähligen Pflegeprodukte können ausschließlich Hautärzte richtig beurteilen und von den wissenschaftlich geprüften Arzneimitteln abgrenzen“, so der Dermatologe Dr. Klaus Fritz, Bundesreferent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD).

Behandlung bei Hautkrankheiten notwendig

Was die Behandlung von ernsthaften Erkrankungen der Haut anbelangt, warnen die Hautärzte vor selbst ernannten Fachleuten. „Hautkrankheiten sind erfahrungsgemäß schwer zu erkennen, da vielfältige Ursachen zugrunde liegen können. Nur die richtige Behandlung durch den Hautarzt ist erfolgversprechend“, so Fritz. Und eine Fachbehandlung kommt den Patienten letzten Endes auch billiger: Untersuchungen zufolge arbeiten Dermatologen bei Hautkrankheiten und Allergien auf Grund ihrer Fachkenntnis 15 bis 20 Prozent günstiger als andere Therapeuten. So können beispielsweise bei der Behandlung von Hautausschlägen, sogenannten Ekzemen, rund 15 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden.

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