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Auch wenn Sie nicht an Gott glauben, können Gebete Ihre Gesundheit verbessern – das jedenfalls behauptet die Zeitschrift British Medical Journal (22. Dezember 2001). Luciano Bernardi von der Universität in Padua, Italien untersuchte den Atemrhythmus von 23 Erwachsenen, die entweder den lateinischen Rosenkranz beteten oder Mantras vor sich hin sprachen und stellten fest, dass sich während des Gebets und auch beim Sprechen der Mantras die Atmung verlangsamte.

Wird Sport unter Leistungsaspekten und erfolgsorientiert betrieben, scheint er für unsere Gesundheit ähnlich schädlich zu sein, wie Dauerstress im Beruf – zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung des Max–Planck–Instituts für Psychiatrie in München. Untersucht wurden ältere Marathonläufer (Durchschnittsalter 55 Jahre), die ihren Sport seit mindestens zehn Jahren betrieben und in der Woche zwischen 120 und 150 Kilometer im Training zurücklegten.

"Männer lassen nur ungern Gefühle zu, reden eher über Unpersönliches wie Sport und Arbeit, statt über eigene Probleme," erklärt Prof. Dr. Alfred Gebert, Psychologe an der Fachhochschule des Bundes, Münster. "Sie spielen nach außen den Starken, statt ehrlich zu sich selbst zu sein."

Erholungsphasen schützen die grauen Zellen vor dem vorzeitigen Zusammenbruch. Dauerstress hingegen beschleunigt die Alterung des Gehirns. Ein Forscherteam aus Kentucky stellte fest, dass ständiger Stress bei Ratten die Gehirnzellen schädigen kann.