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Ein Zusammenhang zwischen Klavierspielen, Schreibmaschine schreiben und dem Gedächtnis? Auf den ersten Blick erscheint die Verbindung absurd. Doch inzwischen ist dieses Phänomen sogar wissenschaftlich untersucht worden.

Wer täglich einfache Fingerübungen von nur wenigen Sekunden Dauer durchführt, kann sowohl seine Merkfähigkeit als auch das Kurzzeitgedächtnis, das im Alter zuerst nachlässt, aktivieren und verbessern. Der Sportmediziner Hollmann berichtet über das erstaunliche Untersuchungsergebnis.

Fingerübungen trainieren auch das Gehirn

Offensichtlich kräftigen tägliche Fingerübungen die Nervenfortsätze der Gehirnzellen und verhindern sogar deren Abbau im Alter. Auf der anderen Seite führt ein Mangel an Fingerspielen offenbar zu einer Verminderung der >>Denkverbindungen<< (Synapsen). Werden die Finger etwa wie beim Klavierspielen oder Schreibmaschineschreiben bewegt, wird, so Hollmann, die Durchblutung von etwa 70Prozent der Gehirnmasse um 25Prozent erhöht. Warum Fingerübungen eine solche erstaunliche Wirkung auf unser Gehirn und damit auch auf die Denk- und Merkfähigkeit haben, konnte bisher allerdings noch nicht genau geklärt werden.

Wer seinem Gehirn immer mal etwas Neues, Unerwartetes bietet, hält es fit:

- Putzen Sie Ihre Zähne mal mit der anderen Hand (Rechtshänder mit links und umgekehrt)

- laufen Sie rückwärts

- versuchen Sie mal, die Finger einzeln zu bewegen, ohne dass die anderen Finger "mitgehen

Finger bewegen - länger leben

In anderen Studien konnte sogar eine lebensverlängernde Wirkung der Fingerübungen nachgewiesen werden: Nachweislich ist die Lebenserwartung von Pianisten unter Musikern am höchsten und angeblich haben vom regelmäßigen Drehen der Gebetsmühlen die Tibeter und Japaner unter den ostasiatischen Völkern eine besonders hohe Lebenserwartung.