Blue Flower

Gelotologen, Wissenschaftler, die sich mit der Erforschung des Lachens beschäftigen, haben jetzt bewiesen, was wir schon lange wissen: Lachen ist gesund. Lachen ist Entspannung pur, baut Stress ab und macht uns gelassener.

Schon eine Minute Gelächter ersetzt dreißig Minuten Entspannungstraining. Zwerchfell und Sonnengeflecht werden bei jeder Lachsalve intensiv massiert, die Atemtiefe nimmt zu, verspannte Muskeln lockern sich und der Organismus schüttet große Mengen körpereigener Opiate aus, die uns beflügeln, für Entspannung sorgen und uns die Distanzierung von Alltagsproblemen erleichtern. Doch je älter wir werden, desto weniger nutzen wir die "Lachmedizin". Kinder lachen jeden Tag bis zu 400 Mal, wir Erwachsne bringen es noch maximal auf 15 Lacheinheiten.

Lachen statt joggen?

Lachen ist aber gleichzeitig auch ein >>inneres Trainingsprogramm<<. Der Puls und Blutdruck steigen leicht an, die Sauerstoffaufnahme wird besser. 60 Sekunden Lachen ist für unsere Gesundheit genauso gut wie 10 Minuten Laufen. Ist das >Lachtraining<< vorbei, sinken Puls und Blutdruck wieder ab. Häufig sind sie nach der Lachattacke niedriger als zuvor - das beste Zeichen, dass wir durch das Lachen jetzt in einen entspannteren Zustand gelangt sind. Doch wir nutzen diese innere Quelle der Gelassenheit viel zu selten. Kinder lachen jeden Tag bis zu 400 Mal, wir Erwachsene bringen es noch maximal auf 15 Lacheinheiten - und das ist schlecht für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

Humor als Heilmittel

Lachen stärkt die Abwehrkräfte und kann deshalb auch die Heilung von Krankheiten beschleunigen. Inzwischen werden in einigen Kliniken sogar >>Lachtherapien<< verordnet und Clowns als >>Therapeuten<< eingesetzt.
In einer amerikanischen Untersuchung konnten sich schwerkranke Patienten täglich zu ihrer Unterhaltung verschiedene Videos auswählen. Schon nach kurzer Zeit ließen sich zwei Interessengruppen unterscheiden. Die einen bevorzugten überwiegend Dramen und sonstige Problemfilme, während die anderen fast ausschließlich lustige Filme, Komödien oder Walt Disney Serien auswählten. Das Ergebnis: Aus der Komödiengruppe wurden prozentual mehr Menschen wieder gesund. Unklar bleibt bei diesem Experiment, ob die Filmauswahl nur ein Beleg für den Gesundheitszustand der Patienten war, oder die Filme den Krankheitsverlauf direkt beeinflusst haben. Vieles spricht für die letzte Annahme, denn der amerikanische Arzt und Philosoph Moody berichtet ebenfalls von Fällen wunderbarer Krankenheilung durch Lachen und glaubt an eine >>positive Beziehung zwischen gutem Humor und guter Gesundheit<<.
Durch Fröhlichkeit und Lachen werden im Körper Stoffe produziert, welche die Selbstheilungskräfte positiv beeinflussen und Depressionen lindern. Wenn wir lachen, wird die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Kortison, die die Abwehrkräfte schwächen, gebremst. Dafür schüttet unser Organismus eine Extraportion Glückshormone und verjüngender Wachstumshormone aus. Regelmäßiges Lachen verbessert die Durchblutung der Haut, kräftigt das Herz und stärkt den Kreislauf.

Lachen ist also ein wunderbarer Jungbrunnen - auf Krankenschein gibt es dieses Wundermittel aber nur in Ausnahmefällen. Dennoch bieten bereits einige Psychologen >>Lachtherapien<< an und in manchen Kliniken werden bereits Clowns zur Aufmunterung und Heilung der Patienten engagiert.

Wer länger jung bleiben möchte, sollte deshalb mehrmals täglich seine Lachmuskeln trainieren. Suchen Sie zukünftig gezielt nach Situationen, die Sie zum Lachen bringen. Ziehen sie Komödien den Dramen vor, schulen Sie den Blick für komische Dinge im Alltag, suchen Sie nach Absurditäten in Ihrer Umgebung, werden Sie humorvoller und vor allem - lernen Sie, über sich selbst zu lachen.
Inzwischen gibt es in Deutschland schon zahlreiche Lachclubs, in denen regelmäßig positive Lautäußerungen geübt werden.

Informationen: Lachclub Wiesbaden, Wandersmannstraße 39, 65205 Wiesbaden. Fax: 0611/711406