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Wie kann man die Entstehung einer Alzheimer Erkrankung verhindern bzw. sie frühzeitig erkennen? Mehrere Faktoren scheinen auf die Entstehung der sogenannten "präsenilen Demenz" Einfluss zu nehmen. So weiß man mittlerweile, dass das weibliche Geschlechtshormon eine schützende Wirkung auf das Gehirn hat.

Eine Forschergruppe der University of California in San Francisco untersuchte Daten von über 1000 älteren Studienteilnehmerinnen. Es stellte sich heraus, dass diejenigen besonders schlecht hinsichtlich Ihrer Gedächtnisleistung abschnitten, die hohe Cholesterinspiegel aufwiesen.

Außerdem wirkte sich die Einnahme cholesterinsenkender Medikamente günstig auf die Gehirnleistung aus. Wahrscheinlich verringern hohe Cholesterinwerte die Durchblutung des Gehirns vermindert oder begünstigen die Bildung von Proteinablagerungen (Alzheimer Plaques). Diese Plaques gelten als typisch für die Alzheimer Erkrankung.

Eine sichere Diagnose der Erkrankung war bisher zu Lebzeiten nicht möglich. Bluttests zur Erkennung der Erkrankung waren nicht zuverlässig, da die Menge der im Blut vorhandenen Proteinbruchstücke mit dem Ausmaß der Plaques im Gehirn nicht übereinstimmte. Mithilfe eines Antikörper-Testes bei Mäusen gelang es jetzt jedoch Wissenschaftlern aus St. Louis, das Ausmaß der Amyloid-Ablagerungen im Gehirn recht gut bestimmen zu können. Inwieweit der Test auch beim Menschen einsetzbar ist, bleibt abzuwarten.

Auch neue Therapieansätze bei M. Alzheimer wurden gefunden: Enzyminhibitoren sollen die Amyloidkonzentrationen im Gehirn verringern, in Tierversuchen brachten Impfungen gegen das Protein gute Ergebnisse. Besonders die Fehlfaltung des Amyloid-Proteins scheint ein neuer Ansatzpunkt zu sein.

TIPP: Auch so können Sie Ihrem Gehirn Gutes tun: ein Mittagsschläfchen halten! Laut NASA-Forschern steigt die Leistung um 35 Prozent, wenn Sie nachmittags eine dreiviertel Stunde schlafen. Außerdem verbessere sich die Fähigkeit, Entscheidungen richtig zu beurteilen um 50 Prozent.