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Viele Erkrankungen könnten durch maßvolles Trinken verhindert werden - Mehr als ein großes Bier pro Tag kann das Risiko, an einigen Formen von Krebs zu erkranken, wesentlich erhöhen. Eine europaweite Studie unter der Leitung des Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) ist zu dem Ergebnis gekommen, dass allgemein eine von zehn Krebserkrankungen bei Männern und eine von 33 bei Frauen auf den derzeitigen oder früheren Alkoholkonsum zurückzuführen ist.

Bei mit Alkohol in Zusammenhang stehenden Krebsarten steht die Erkrankung bei einem von drei Männern und einer von 20 Frauen mit den Trinkgewohnheiten in Zusammenhang. Das Team um Madlen Schütze berechnete, dass 2008 in Großbritannien aktueller oder früherer Alkoholkonsum für 13.000 mit Alkohol in Verbindung stehende Krebserkrankungen verantwortlich ist. Insgesamt wurde von 304.000 Krebserkrankungen ausgegangen.

Leber-, Darm- und Burstkrebs

Frühere Studien haben laut BBC einen Zusammenhang zwischen dem Alkoholkonsum und Krebsleiden der Speiseröhre, der Leber, des Darmes und der weiblichen Brust hergestellt. Wird Alkohol abgebaut, produziert der Körper eine Chemikalie, die die DNA schädigen und damit das Krebsrisiko erhöhen kann. Männer, die mehr als zwei alkoholische Getränke zu sich nahmen und Frauen, die mehr als eines konsumierten, verfügten über ein deutlich erhöhtes Risiko bei mit alkoholbedingten Krebserkrankungen.

Mehr als ein Achterl Wein

Ein alkoholisches Getränk enthält durchschnittlich zwölf Gramm Alkohol. Das entspricht einem Achterl Wein oder einem kleinen Bier. Andere Richtlinien sind etwas großzügiger und gehen von mehr als drei Getränken bei Männern und zwei bis drei bei Frauen aus. Die Wissenschaftler nehmen an, dass bei alkoholbedingten Krebserkrankungen 40 bis 98 Prozent der Fälle bei Menschen auftreten, die mehr als die empfohlene Höchstmenge trinken.

Diese Ergebnisse basieren auf einer groß angelegten Studie, für die die Daten von 363.988 Männern und Frauen in acht europäischen Ländern ausgewertet wurden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zwischen 35 und 70 Jahre alt. Schütze betonte, dass viele Krebserkrankungen durch eine Einschränkung des Alkoholkonsums verhindert werden könnten. Noch mehr Erkrankungen würden verhindert, wenn die Menschen nur sehr wenig oder gar keinen Alkohol tränken. Details der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.

Foto: aboutpixel.de/Hans-Jörg Nisch
Nuthetal (pte/08.04.2011/11:00) - pressetext.redaktion, Michaela Monschein, email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. +43-1-81140-0