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Die Deutschen haben in Europa den „Bauch vorne“ und sind inzwischen die dickste Nation auf dem Kontinent - so das Ergebnis einer Studie der International Association for the Study of Obesity (IASO). Vor diesem Hintergrund ist die „Initiative gegen Fettleibigkeit“, die u. a. durch das Verbraucherschutzministerium vorbereitet wird, sicher zu begrüßen.

Dennoch ist nichts so schwer, wie die Änderung lieb gewonnener und eingefahrener Ernährungsweisen. So etwas geht nicht von heute auf morgen. Je weiter die neuen „gesünderen“ Ernährungsgewohnheiten von den ursprünglichen abweichen, umso größer ist die Rückfallgefahr in alte Ernährungsmuster und ein Scheitern ist  vorprogrammiert. Am wirkungsvollsten ist deshalb eine Ernährungsumstellung, die man zunächst kaum merkt.

Folgende Tipps stammen aus dem Buch von Michaela Axt-Gadermann „Einfach besser essen“ (Herbig Verlag 2007)

Besser-Esser-Tipps

1. Trinken Sie jeden Tag ein Glas Saft! Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, jeden Tag fünf Portionen Obst und Gemüse zu verzehren. Eine davon können Sie durch Saft abdecken. Säfte liefern nicht nur konzentrierte Pflanzenstoffe, sie schützen auch – so die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen – vor Demenz, Herzkrankheiten und Hautalterung. Und das vielleicht beste Argument: Sie schmecken einfach klasse! Trinken Sie nicht nur Apfel- oder Orangensaft, sondern probieren Sie auch mal rote Beerensäfte aus Kirschen, Holunder- oder Johannisbeeren aus. Diese versorgen Sie mit einem Vielfachen an Schutzstoffen.

2. Tauschen Sie Schmalz, Butter oder Margarine (Ausnahme Olivenöl- oder Rapsölmargarine) gegen pflanzliche Öle aus! Eröffnen Sie in Ihrer Küche eine Ölbar. Diese sollte drei Öle enthalten: ein kaltgepresstes Olivenöl (extra vergine) – das verwenden Sie für Salatsoßen, zum leichten Anbraten von Gemüse und für Pastasoßen. Ein Rapsöl, mit dem Sie zukünftig alles anbraten werden. Ein naturbelassenes Walnussöl, das Salaten und Gemüse die besondere Note gibt. Der Austausch der Fette wird Ihnen nicht schwer fallen, dennoch haben Sie dadurch – fast unbemerkt – Ihre Fettsäurebilanz optimiert. Sie verzehren zukünftig deutlich weniger schädliche gesättigte Fettsäuren, dafür aber umso mehr der lebenswichtigen einfach gesättigten Fettsäuren (im Olivenöl) und Omega-3-Fettsäuren (in Raps- und Walnussöl)

3. Kochen sie weiter wie bisher, zukünftig gibt es aber zu jeder Mahlzeit mindestens eine Portion Obst oder Gemüse oder Salat! Das kostet keine zusätzliche Zeit, liefert aber drei zusätzliche Portionen Pflanzenkost. Es muss nicht immer ein Obstsalat sein, wer wenig Zeit hat, kann das Äpfel oder Birnen auch einfach so essen. Wenn Sie sich das Gemüseputzen mal sparen möchten, sind Sie auch mit Tiefkühlgemüse gut versorgt, denn das liefert fast ebenso viele Vitamine wie frisches. Essen Sie Obst am besten vor der Mahlzeit – das füllt den Magen.

4. Zum Essen gibt es in der Regel Wasser. Das spart – verglichen mit Softdrinks - nicht nur eine Menge Geld, sondern sogar noch mehr Kalorien. Und schmeckt das Essen nicht plötzlich viel besser, wenn sich der würzige Geschmack des gegrillten Fischs nicht mit dem süßen Colaaroma mischt? Tee können (und sollten) Sie regelmäßig trinken.

5. Essen Sie mindestens einmal pro Woche Fisch. Wenn Sie Fisch beim besten Willen nicht mögen oder vertragen, sollten Sie Ihre Omega-3-Fettsäuren in Kapselform zu sich nehmen. Dazu sollten sie täglich entweder 1 bis 1,5 Gramm Fischöl oder 1 bis 1,5 Gramm Leinöl (alpha-Linolensäure-Kapseln) verzehren.

7. Schlemmen Sie einen Tag pro Woche fleischfrei. Davor müssen Sie keine Angst haben, denn Wokgemüse mit Reis, Nudeln mit Tomatensoße oder eine deftige Gemüsesuppe klingen nicht gerade nach Entbehrung 

8. Setzen Sie mindestens einmal wöchentlich mageres Geflügel auf den Speiseplan.

Bild: (c) Konstantin Gastmann / pixelio

 

Quelle:

Axt-Gadermann Michaela, Axt Peter: „Einfach besser essen“ (Herbig Verlag 2007)

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