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Fasten scheint das Altern zu verlangsamen und Leben zu verlängern - darauf weisen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen hin.

Tiere - durch Fasten zum Methusalem

Bereits in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts konnte der amerikanische Ernährungswissenschaftler McCay das Leben von Laborratten durch eine Einschränkung der Kalorienzufuhr um mehr als 50 Prozent verlängern. Die Ratte, welche das Experiment  am längsten überlebte, wurde 1800 Tage alt. Das entspricht einer menschlichen Lebensdauer von etwa 200 Jahren.
 
Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch der amerikanische Alternsforscher Roy Walford. Sowohl durch Studien an Mäusen, Ratten und Affen, als auch durch Untersuchungen beim Menschen konnte Walford zahlreiche Hinweise dafür finden, dass weniger essen oder abnehmen das Leben verlängern kann. Er propagiert deshalb schmale Kost als Rezept zum jung bleiben. Erfolgreich getestet hat er diese Ernährungsempfehlung zuerst an Labormäusen.
Versuchstiere, die auf schmale Kost gesetzt wurden und bis zu 40 Prozent weniger Futter als ihre Käfignachbarn bekamen, lebten doppelt so lange wie die gut genährten Artgenossen. Die Mäuse, die sich täglich satt fressen durften, bauten schneller ab, bekamen ein stumpfes Fell und eine faltige Haut - typische Alterserscheinungen.

Auch schlanke Menschen leben länger

Der Würzburger Alternsforscher Franke stellte in seinen Untersuchungen über das Essverhalten rüstiger Hundertjähriger fest, dass die meisten vitalen Alten ihr Leben lang mäßige Esser und im allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen schlank gewesen waren. >>Die pro Tag zugeführte Kalorienmenge der Uralten (...) schwankt etwa zwischen 1200 und 1900 Kalorien täglich.<< Zudem gaben die >>fitten Alten<< an, auf blähende, schwere und saure Speisen während ihres ganzen Lebens verzichtet zu haben. Sie haben ihr Leben lang überwiegend leicht verdauliche Nahrungsmittel zu sich genommen. Möglicherweise haben sie bereits durch ihr Essverhalten den Grundstein für ihr langes Leben gelegt.