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Ein Grund für die verjüngende Wirkung des Fastens liegt wahrscheinlich in der Beeinflussung der Körpertemperatur. Die meisten Menschen frieren schneller, wenn Sie weniger essen oder Fastentage einlegen. Grund dafür ist ein leichtes Absinken der Körperkerntemperatur, das heißt der Temperatur im Körperinneren. Diese beträgt normalerweise etwa 37 Grad Celsius. Aufrecht erhalten wird diese Temperatur durch Stoffwechselvorgänge, bei denen Wärme produziert wird.

Wenn wir weniger essen, steht dem >>körpereigenen Ofen<< weniger >>Brennstoff<< zur Verfügung, die Körpertemperatur sinkt um etwa 0,3 bis 0,5 Grad Celsius ab. Durch diese, wenn auch nur geringfügig verringerte Körpertemperatur laufen zahlreiche Vorgänge im Körper - auch solche, welche die Alterung begünstigen - langsamer ab. Wahrscheinlich ist das einer der Mechanismen, über die Fasten lebensverlängernd wirkt.
Vorsicht - Radikale

Durch die mit der Verdauung von Nahrung in Gang gesetzten Stoffwechselvorgänge entstehen zudem so genannte >>Freie Radikale<<. Das sind aggressive Teilchen, die Körperzellen angreifen, Zellwände zerstören und sogar Schäden am Zellkern verursachen können. Freie Radikale beschleunigen Alterungsvorgänge und begünstigen zahlreiche Erkrankungen wie Krebserkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Trübungen der Augenlinse.
Während Fastenphasen, aber auch, wenn wir den Fettkonsum insgesamt einschränken und sehr viel pflanzliche Nahrungsmittel zu uns nehmen, lässt sich die Bildung der >>Freien Radikale<< verringern.
Die freien Radikale lassen sich aber durch so genannte >>Antioxidantien<< unschädlich machen. Zu den Antioxidantien zählen die Vitamine A, C und E und die Spurenelemente Selen und Zink. Auch verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, das sind Inhaltsstoffe, die nicht zu den Vitaminen zählen und ausschließlich in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommen, haben >>antioxidative Wirkungen<<. Vor allem schwarzer und grüner Tee, Karotten-, Tomaten- und Traubensaft sowie Rotwein enthalten große Mengen dieser Pflanzenstoffe.

So verzögert Fasten das Altern und verlängert das Leben

Um Ihnen den Einstieg in ein Fastenprogramm schmackhaft zu machen, möchten wir Sie auf die zahlreichen Vorteile und verjüngenden Effekte hinweisen.

- Schon nach kurzer Zeit sinkt der Blutdruck. In vielen Fällen können blutdrucksenkende Medikamente reduziert oder abgesetzt werden. (Das muss natürlich mit Ihrem Arzt abgesprochen werden!).

- Ebenfalls relativ rasch werden Sie ein Absinken des Blutzuckerspiegels feststellen können. Dadurch nimmt das Risiko für Zuckerkrankheit ab.

- Auch der Blutfettspiegel wird sich in den meisten Fällen normalisieren. Das Risiko für Gefäßverkalkung verringert sich, langfristig nimmt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen deutlich ab.

- Während der Fastenphasen wird die altersbedingte Aktivitätsänderung zahlreicher Gene (Erbanlagen) günstig beeinflusst. Diese Erbanlagen steuern verschiedene Körperfunktionen und Stoffwechselvorgänge. Werden die Gene durch das Fasten wieder aktiver, kommt das der Leistungsfähigkeit des gesamten Organismus zu gute.

- Wenn wir weniger essen, sinkt die Körpertemperatur ab. Dadurch wird der Stoffwechsel verlangsamt und der Energieverbrauch gesenkt.

- Auch die Abwehrkräfte verbessern sich während kürzerer Fastenphasen, die Abwehrzellen werden aktiver und können wirkungsvoller gegen Infekte und Tumorzellen vorgehen.

- Die Bildung altmachender "Freier Radikale" geht während des Fastens deutlich zurück.

Mehr zu diesem Thema finden Sie auch in dem Buch

"Die Kunst, länger zu leben", Herbig Verlag