Blue Flower

Fasten bewirkt umfassende Veränderungen, die den gesamten Organismus mit einbeziehen.

Gehirn

Auch der Kopf schaltet beim Fasten ab. Merkfähigkeit und Konzentration lassen nach. Allerdings bemerken einige Fastende, dass sie in dieser Zeit kreativer sind.

Augen

während des Fastens kann die Sehschärfe herabgesetzt sein, die Schrift beim Lesen etwas verschwimmen. Grund dafür ist der erniedrigte Augendruck. Vorsicht beim Auto fahren! Nach dem Fasten normalisiert sich die Sehfähigkeit wieder, manche geben sogar an, jetzt besser zu sehen, als vorher.

Verdauungsorgane

Der >>knurrende<< Magen verstummt schon nach ein oder maximal zwei Tagen. Das Hungergefühl verschwindet, weil sich der Organismus nun von seinen Reserven ernährt. Fasten fällt deshalb meistens leichter, als einfach nur >>weniger zu essen<<.

Herz-Kreislaufsystem

Der Blutdruck ist niedriger, deshalb morgens nicht zu schnell aus dem Bett springen. Besser: Nach dem Aufstehen duschen, für leichte Bewegung sorgen.

Urin

Der Urin kann zeitweise dunkler werden und penetrant riechen. Wichtig ist, dass Sie mehr trinken, als der Durst verlangt.

Haut

Die Haut ist während des Fastens trockener, der Schweiß riecht streng und unangenehm. Duschen sie jetzt öfters, anschließend sehr gut eincremen. Nach der Fastenkur ist die Haut deutlich glatter, zarter.

Mund

Die Zunge kann stärker belegt sein, manchmal ist der Belag auch dunkelgelb bis braun. Der Geschmack ist fade, stärkerer Mundgeruch kann auftreten. Putzen Sie sich mehrmals täglich die Zähne, verwenden Sie mehr Mundwasser, als sonst, kauen Sie auf einer Zitronenscheibe. Das regt den Speichelfluss an, Mundgeruch verschwindet.

Gewicht

Ein häufiger Grund, eine Fastenkur zu beginnen, ist natürlich der Gewichtsverlust. Zu Beginn schmelzen die Pfunde scheinbar nur so dahin. Der anfängliche Gewichtsverlust beruht aber zum größten Teil auf Wasser- und Salzverlusten. Sind sie deshalb nicht enttäuscht, wenn die Gewichtsabnahme nach einigen Tagen nicht mehr so schnell vorangeht. Um ein Kilo Fettgewebe zu verlieren, müssen sie 6000 bis 7000 Kalorien einsparen, d.h. mindestens drei bis vier Tage fasten. Da nach einer Fastenkur auch der Stoffwechsel längere Zeit auf Sparflamme läuft und weniger Kalorien verbraucht, nehmen die meisten nach einer >>Null-Diät<< schneller wieder zu, als ihnen lieb ist.

Stoffwechsel

Der Organismus schaltet vom aufbauenden, anabolen Stoffwechsel auf eine abbauende, katabole Stoffwechsellage. Fettgewebe wird abgebaut (Lipolyse), aber auch Eiweiß, das vor allem in der Muskulatur gespeichert ist, geht zu einem gewissen Teil verloren. Durch mäßige Bewegung können Sie den Abbau der Muskelmasse verringern. Als Nebenprodukte beim Abbau der "Fettpolster" entstehen die sog. Ketonkörper, wie z.B. Acetessigsäure und Hydroxybuttersäure. Der Azetongeruch dieser Stoffwechselprodukte trägt zum beißenden Geruch des Fastenden bei. Ketonkörper können im Urin nachgewiesen werden.

Achtung - bei Gicht kann Fasten schmerzhaft werden

Eine Sache bedarf der besonderen Vorsicht: Die Harnsäure im Blut steigt während des Fastens an. Personen, die zu Gicht neigen, sollten deshalb besonders vorsichtig sein. Ursache dafür ist der verstärkte Zellabbau. übersteigt der Harnsäurespiegel den Grenzwert von 6,5 -7 mg/dl, droht ein schmerzhafter Gichtanfall. Wer zu erhöhter Harnsäure neigt, muss während des Fastens mindestens 2,5, besser 3 Liter täglich trinken. Medikamente zur Behandlung erhöhter Harnsäurewerte müssen weiterhin eingenommen werden. Nach einer Woche Fasten sinken die Harnsäurespiegel allmählich wieder ab.