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Der Knochenschwund kann zu verschiedenen Beschwerden führen.

Was ist Osteoporose?

Osteoporose ist die "Alterung" der Knochen. Wörtlich übersetzt heißt Osteoporose: "poröser Knochen". Der zunehmende Abbau der Knochensubstanz verläuft zunächst meist unbemerkt. Osteoporose kann prinzipiell in jedem Alter auftreten, meist erkranken jedoch ältere Menschen ab dem 40. Lebensjahr. Männer und Frauen sind höchstwahrscheinlich gleichermaßen von Osteoporose betroffen, wie neueste Erkenntnisse zeigen, bei Frauen beginnt die Erkrankung aber meist schon früher.

Osteoporose ist mit 5 Millionen Erkrankten die häufigste Knochenkrankheit in Deutschland.

Wie entsteht Osteoporose?

Knochen bestehen zum größten Teil aus den Mineralstoffen Kalzium und Phosphorsalzen. Diese geben dem ihre Festigkeit. Doch Knochen sind keine tote Substanz. Das Knochengewebe unterliegt einem ständigem Auf- und Abbau, um die vielfältigen Funktionen erfüllen zu können. Die dazu benötigten Mineralstoffe müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. In der Jugend und bis etwa zum 30. Lebensjahr überwiegt der Anbau von Mineralstoffen und Knochenmasse, das heißt, der Knochen nimmt noch ständig an Festigkeit zu. Ab etwa dem vierzigsten Lebensjahr beginnen die Knochen zu "altern", nach und nach wird mehr Knochen ab- als aufgebaut. Bei Osteoporose geht der Abbau besonders schnell voran, was zu einer "Ausdünnung" und Schwächung der Knochen führt. Damit ist auch schon bei geringen Belastungen das Risiko für Knochenbrüche gesteigert. Hinzu kommt, daß die Sturzgefahr bei älteren Patienten generell erhöht ist. Ein Drittel aller Menschen über 65 Jahre stürzt mindestens einmal pro Jahr, die Hälfte davon sogar zweimal und öfter. Jährlich gehen etwa 150.000 Knochenbrüche auf das Konto der Osteoporose.

Wie macht sich Osteoporose bemerkbar?

Der Knochenabbau geschieht zunächst langsam und unbemerkt. Es gibt aber einige Anzeichen, die bereits für eine Osteoporose sprechen und die auch der Laie leicht erkennen kann.
Viele Menschen bemerken, dass sie in den letzten Jahren kleiner geworden sind. Bei Osteoporose kann man fünf bis zehn, manchmal sogar noch mehr Zentimeter Körpergröße einbüßen. Vergleichen Sie doch einmal die Körpergröße in Ihrem Pass mit der jetzigen Größe. Muskelverspannungen am Rücken, die Entwicklung eines "Rundrückens" oder gar "Buckels" sowie ein vorgewölbter Bauch sollten ebenfalls Anlass zu einer genaueren Untersuchung der Knochen geben.

Allerdings wissen die meisten Patienten gar nichts von ihrer Erkrankung, bis der erste Bruch ("Fraktur") eines Wirbelkörpers, eines Oberschenkelhalsknochens, einer Rippe oder eines Unterarmknochens auftritt. Durch die Knochenbrüche - besonders häufig im Bereich der Wirbelkörper der Wirbelsäule - entstehen starke Schmerzen und Verformungen im Bereich der Wirbelsäule. Die Verformungen wiederum führen zu Fehlbelastungen der Knochen und der Muskulatur und zu weiteren Schmerzen.
Bei fortschreitender Erkrankung können die Patienten ihren Alltag immer schlechter bewältigen und sind dann häufig auf fremde Hilfe angewiesen. Die so entstandene Abhängigkeit und Angst vor neuen Brüchen führt nicht selten auch zu psychischen Problemen.

Tipp: Bei Knochenbrüchen aus nichtigem Anlaß oder ständig auftretenden Rückenschmerzen sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um eine mögliche Osteoporose aufzudecken.