Blue Flower

Jeder sollte wissen, wie er sich vor Knochenschwund schützen kann.

Bewegungsmangel:

Regelmäßige Bewegung regt den Knochen zur verstärkten Neubildung an und stärkt die Muskulatur. Nur eine ständige Belastung der Knochen verhindert deren Abbau. Bei Astronauten, denen in der Schwerelosigkeit die Belastung der Knochen über lange Zeit fehlt, kann sich rasch eine ausgeprägte Osteoporose entwickeln. Auch längere Ruhigstellung von Gliedmaßen zum Beispiel durch Gipsverbände begünstigt die Entkalkung der Knochen.

Hormonmangel:

Bei Frauen setzt nach den Wechseljahren ein natürlicher östrogenmangel ein, weil die Tätigkeit der Eierstöcke nachläßt. Somit geht die Schutzfunktion des östrogens, das den vorzeitigen Knochenabbau verhindert, verloren. östrogenmangel kann allerdings auch junge Frauen betreffen und macht sich dann häufig im Ausbleiben der Regelblutung bemerkbar. Leistungssportlerinnen oder untergewichtige Patientinnen können schon in jungen Jahren unter östrogenmangel leiden. Besonders stark gefährdet sind Frauen, denen die Eierstöcke operativ entfernt wurden. Beim Mann wirkt sich Testosteronmangel auf ähnliche Art auf die Knochen aus.

Falsche Ernährung:

Insbesondere die zu geringe Aufnahme von Calcium fördert die Entstehung von Osteoporose. Calcium wird in den Knochen eingelagert und spielt eine entscheidende Rolle für die Festigkeit des Knochens. Calcium wird allerdings auch noch für einige andere Körperfunktionen benötigt, wie Herzfunktion und Blutgerinnung. Bei einem Mangel an Calcium versucht der Körper, durch Abbau von Knochensubstanz dem Organismus wieder mehr Calcium zur Verfügung zu stellen.

Um Calcium in den Körper einbauen zu können braucht der Körper außerdem Vitamin D, insofern kann auch ein Mangel an Vitamin D zu Osteoporose führen.

Eine zu hohe Zufuhr an Phosphat, z.B. in manchen Fertiggerichten, kann Osteoporose begünstigen, da es Calcium bindet und dieses dem Stoffwechsel somit weniger zur Verfügung steht.

Medikamente:

Einige Medikamente, wie z.B. Cortisonpräparate, Heparin (Medikament zur Blutverdünnung) oder Schilddrüsenhormone, können in den Knochenstoffwechsel eingreifen und einen vermehrten Knochenabbau begünstigen.

Magen-Darm-Erkrankungen:

Bei manchen Magen-Darm-Erkrankungen, wie z.B. Morbus Crohn, kann Osteoporose als Begleiterkrankung auftreten.

Entzündliche rheumatische Erkrankungen:

Etwa zwei Drittel aller Menschen mit entzündlichen rheumatischen Erkrankungen bekommen früher oder später eine Osteoporose. Ursächlich hierfür ist die hohe Entzündungsaktivität bei diesem Krankheitsbild und die häufige Einnahme von Cortisonpräparaten, was zu einem schlechteren Knochenaufbau und gesteigerten Knochenabbau führt.

Lebensweise:

Regelmäßiger Alkoholgenuß und Rauchen können die Calciumaufnahme hemmen bzw. den Knochenstoffwechsel stören.

Alter:

Je älter der Mensch ist, desto eher kommt es zum beschleunigten Knochensubstanzverlust

Vererbung:

Ist Osteoporose schon bei anderen Familienmitgliedern aufgetreten, so ist das Erkrankungsrisiko ebenfalls erhöht.

Ethnische Zugehörigkeit:

Man hat herausgefunden, daß Weiße und Asiaten häufiger erkranken als z.B. Afro-Amerikaner.