Blue Flower

Ursache noch ungeklärt: Expertin rät zu Voruntersuchung - Britische Wissenschaftler des Forschungszentrums für Alzheimer der Universität Edinburgh und der Universität London haben  bekannt gegeben, dass das Alzheimer-Risiko für Menschen, die auf dem Land leben, doppelt so hoch ist, wie in der Stadt.

Der Grund dafür ist noch nicht gänzlich erforscht, könnte jedoch mit dem Gesundheitswesen in ländlichen Gebieten beziehungsweise mit einer noch unbekannten Substanz zu tun haben. Wissenschaftler meinen, dass eine Erkrankung besonders jene Personen betrifft, die auf dem Land geboren und aufgewachsen sind.

Überalterung oft schuld an Demenz

Besonders in Europa steigt die Zahl der Alzheimer-Erkrankten. Die Wiener Neurologin Claudia Spring erklärt im Interview, dass Zukunftsaussagen über den Fortschritt der Krankheit jedoch nur schwierig aufstellbar sind. "Ein Grund für die hohe Anzahl an Alzheimer-Patienten in Europa kann die fortwährende Überalterung sein", so die Medizinerin.

Dass vor allem Menschen aus ländlichen Gegenden ein höheres Risiko an der Demenz-Erkrankung tragen, kann Spring nicht bestätigen, da es dazu zu wenige Daten gibt. "Aber es gibt Risikofaktoren, wie hoher Blutdruck, Zuckerkrankheit, Adipositas oder mangelnde Mobilität, die zu Alzheimer führen können", erklärt die Expertin. Des Weiteren sind besonders Personen aus niedrigen Sozialschichten von Alzheimer betroffen.

Früherkennung bleibt wichtig

Alzheimer ist nicht obligatorisch vom Alter abhängig und kann ebenso junge Menschen betreffen. Die Wiener Expertin meint, dass eine frühzeitige Untersuchung für alle, die Probleme mit Vergesslichkeit aufweisen, von Bedeutung ist. "Bei einer Untersuchung sind Faktoren wie Alter und Dauer der Vergesslichkeit wichtig. Es muss in weiterer Folge auch untersucht werden, ob es sich um Demenz oder eine Depression handelt", so Spring.

Je früher eine Untersuchung auf Alzheimer stattfindet, umso besser kann eine antidementive Therapie zur Stabilisierung erfolgen. Zusätzlich kann eine frühzeitige Versorgung, wie zum Beispiel Gedächtnistrainings oder Betreuung der Patienten und Angehörigen, angewandt werden.

Foto: pixelio.de, M. Großmann
Edinburgh/London (pte022/19.09.2012/13:45) - pressetext.redaktion, Andreea Iosa, Tel.: +43-1-81140-306, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!