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(1-11)E2 hilft bei Bildung von Antikörpern gegen Beta-Amyloid - Wissenschaftler des Istituto di Genetica e Biofisica und des Istituto di Biochimica delle Proteine haben einen neuen Impfstoff gegen Alzheimer entwickelt. Mithilfe des (1-11)E2 werden Antikörper gegen das bei der Entstehung der Krankheit entscheidende Beta-Amyloid gebildet.

 

Proteine verschmelzen

Für den bereits in Italien patentrechtlich geschützten Impfstoff ist nun auch ein internationales Patent beantragt worden. Es handelt sich um ein Molekül, das eine immunisierende Wirkung gegen das im Gehirn von Alzheimer-Kranken sich akkumulierende Beta-Amyloid hat. Dieses Peptid ist für die Schädigung der Hirnzellen und Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten verantwortlich.

"Auf Grundlage der von uns gemachten Erfahrungen haben wir ein Mittel entwickelt, das die Risiken für den Organismus minimiert und gleichzeitig die therapeutische Wirkung optimiert", erklärt Projektleiterin Antonella Prisco gegenüber pressetext. Näher betrachtet handelt es sich bei dem neu entwickelten Molekül um die Verschmelzung zweier Proteine.


Weitere Forschung nötig

Dabei handelt es sich um eine kleine Fraktion Beta-Amyloid und ein Bakterien-Protein. Zusammen sind sie unter Laborbedingungen in der Lage, eine nach Form und Größe virusenähnliche Struktur aufzubauen. Der noch in der vorklinischen Phase befindliche innovative Impfstoff wird derzeit an Labormäusen getestet. "Die anschließend an transgenen Mäusen durchgeführten Tests werden dazu dienen, auch die bei der Therapie auftretenden Nebeneffekte zu ermitteln", so Prisco.

Nach der Verabreichung des Impfstoffs werden Antikörper gegen das Beta-Amyloid in Form von Interleukin-4, ein entzündungshemmendes Zytokin, gebildet. Einzelheiten der Untersuchung sind in der Nature-Fachzeitschrift "Immunology and Cell Biology" www.nature.com/icb veröffentlicht.


Neapel (pte012/07.02.2012/13:00) - pressetext.redaktion, Harald Jung, Tel.: +43-1-81140-300, www.pressetext.com

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